Preiswerter versichert mit dem KFZ Wechselkennzeichen

Im Sommer 2011 soll es auch in Deutschland eingeführt werden – das KFZ Wechselkennzeichen. Zweitwagen könnten dadurch wesentlich einfacher versichert werden. Auf nur ein Nummernschild sollen demnach bis zu drei Fahrzeuge angemeldet werden können.

Kfz Wechselkennzeichen

Demnächst soll es eine Gesetzesvorlage zum Thema KFZ Wechselkennzeichen geben. Ein fertiges Gesetz tritt aber wohl erst Mitte des nächsten Jahres in Kraft. Die bisherigen Planungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) laufen unter der Bezeichnung „Elektromobilität“. Damit soll vor allem das Elektroauto auf die Agenda gebracht werden.

So sollen Autofahrer zum Beispiel für kurze Spritztouren in die Stadt ein Elektroauto nutzen und bei ausgedehnteren Reisen auf ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor umsteigen. Wahrscheinlich kann das KFZ Wechselkennzeichen aber auch für einen schnellen Wechsel zwischen „normalen“ Fahrzeugen genutzt werden.

Unklar ist noch, wie viele verschiedene Autos auf ein KFZ Wechselkennzeichen versichert werden dürfen, voraussichtlich werden es drei verschiedene Fahrzeuge sein. Möglicherweise wird man ein austauschbares Nummernschild, wie etwa in der Schweiz, für drei Fahrzeuge nutzen können. Es ist jedoch noch nicht sicher, ob diese Regelung auch in Deutschland Gültigkeit erlangt.

Einer der Vorteile von KFZ Wechselkennzeichen ist die einfache Handhabung. Doch darüber hinaus bietet es für die Verbraucher einen weiteren Nutzen: Mit dem austauschbaren Nummernschild soll nur noch das Fahrzeug mit der höchsten Typklasse versichert und versteuert werden. Die Versicherung würde also einfacher, unbürokratischer und vor allem billiger werden. Eine entsprechende Police wurde bereits von der ADAC-Versicherung entwickelt.

Jedoch könnte diese ursprüngliche Planung am Widerstand von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) scheitern, der weiterhin auf der Besteuerung jedes einzelnen Fahrzeuges besteht – auch wenn es über ein Wechselkennzeichen versichert ist. Eine spezielle Wechselkennzeichen Steuer wird es damit voraussichtlich nicht geben. Auch der GDV favorisiert ein System bei der Wechselkennzeichen Versicherung, welches individuelle Tarife für jedes Fahrzeug vorsieht, eine gleichzeitige Absicherung der Wagen über die Police des Autos mit der höchsten Typklasse jedoch ausschließt.

Ohnehin würden auch nicht alle Besitzer von Zweitwagen die Vorteile genießen können. Denn nur wenn Wagen nicht gleichzeitig genutzt werden, lässt sich das Kennzeichen auswechseln. Für eine Familie, die zwei Autos parallel fährt, würde ein KFZ Wechselkennzeichen demnach keinen Sinn machen. Sinnvoll ist es hingegen für Besitzer eines Cabrios. Der könnte dann im Sommer gefahren werden, während der Erstwagen in der Garage steht. Ein Saisonkennzeichen wäre damit hinfällig.

Um nach der Einführung vom KFZ Wechselkennzeichen im Sommer 2011 auch eine günstige Police finden zu können, ist es wichtig, sich einen Überblick über die verschiedenen Tarifangebote zu verschaffen. Denn auch wenn das Wechselkennzeichen viele Vorteile für Autofahrer mit sich bringen soll, muss nicht jede Versicherung auch tatsächlich günstig sein. Mit einem KFZ Versicherungsvergleich umschiffen Fahrzeughalter diese Klippe. Einfach online die Angebote der Assekuranzen bezüglich der Wechselkennzeichen Versicherung prüfen und die günstigste Police abschließen. Auf diese Art lässt sich gleich doppelt sparen – mit dem Wechselkennzeichen und der dazu passenden günstigsten Versicherung.

Nachdem im März 2011 der Petitionsausschuss des Bundestages dem Wechselkennzeichen zugestimmt hatte, bestätigte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) nun die Einführung des variablen Nummernschildes – sprach aber gleichzeitig von einer Verzögerung auf 2012. Außerdem werden die Modell aus Österreich und der Schweiz wohl nicht komplett umgesetzt.

Aktuell: Der Bundesrat verabschiedete das Wechselkennzeichen überraschend schon am Freitag, den 16. Dezember. Der ADAC befürchtete noch vor wenigen Tagen, dass sich die Ländervertreter nicht einigen könnten. So wollten vor allem die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen den aktuellen Verordnungsentwurf noch auf andere Themen erweitern. Der ADAC rechnet mit einer Terminverschiebung um mehrere Monate.