Wechselkennzeichen Versicherung: ADAC erarbeitet Police

Etwa ein Jahr wird es voraussichtlich noch dauern, bis Autofahrer die Möglichkeit bekommen, eine Wechselkennzeichen Versicherung abschließen zu können. Im Dezember 2010 soll es eine Gesetzesvorlage von Bundesverkehrsminister Ramsauer zu diesem Thema geben. Auch beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) laufen bereits Planungen hinsichtlich einer Wechselkennzeichen Versicherung.

Bei den KFZ Versicherern hat es bisher kaum Entwicklungen in diese Richtung gegeben. Die ADAC-Autoversicherung AG arbeitet allerdings bereits an einer Wechselkennzeichen Versicherung. Der Tarif soll es ermöglichen, mehrere Fahrzeuge mit nur einem Wechselkennzeichen auszustatten. Die Beiträge einer entsprechenden Police orientieren sich dabei einzig am teuersten Fahrzeug. Dadurch könnten Verbraucher mit einer Wechselkennzeichen Versicherung im Endeffekt Geld sparen. Der ADAC fordert auch, nur dieses Auto zu versteuern.

Neben dem Sparpotential für Versicherungsnehmer ergibt sich durch die Wechselkennzeichen Versicherung ein weiterer Vorteil. Denn unter Umständen wird so für Autofahrer ein Anreiz geschaffen, sich einen umweltbewussteren Kleinwagen zuzulegen, der bei kurzen Fahrten in die Stadt zum Einsatz kommt.

Die Pläne des GDV gehen in eine ähnliche Richtung, denn sie laufen bereits unter dem vorläufigen Titel „Elektromobilität“. Verkehrsminister Ramsauer tendiert dahin, die Wechselkennzeichen Versicherung nur für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben zu ermöglichen. Dem ADAC geht das jedoch nicht weit genug. Nach Ansicht des Automobilclubs könnten auch emissionsärmere Zweitwagen dazu beitragen CO2 einzusparen.

In Österreich und der Schweiz hat sich die Wechselkennzeichen Versicherung in den letzten Jahren gut bewährt. In Österreich sind derzeit etwa acht Prozent der Fahrzeuge mit einem variablen Nummernschild unterwegs.